Tarifvertrag baden-württemberg speditionsgewerbe

Das umstrittenste Thema in den Verhandlungen betraf das Mindestlohnniveau in der Branche. Zu Beginn der Verhandlungen forderte die ETTA einen monatlichen Mindestlohn von 7.718 EEK (rund 493 Euro per 18. Januar 2008) für Fahrer und Mechaniker sowie einen Mindeststundenlohn von 45,40 EEK (2,90 Euro). Verglichen mit den Bestimmungen des bisherigen Tarifvertrags bedeutete die Forderung der Gewerkschaften eine Lohnerhöhung von fast 43 %. Bis 2015 enthielten 944 Vereinbarungen eine Klausel über häusliche Gewalt, die 804.649 Beschäftigte, vorwiegend im privaten Sektor, in einer breiten Palette von Branchen wie Einzelhandel, öffentlicher Verkehr, Banken, Bildung, verarbeitendes Gewerbe, Fluggesellschaft und Seeverkehr und einigen der größten Arbeitgeber des Landes abdeckte. Die Tarifparteien hatten seit dem Auslaufen des vorherigen Tarifvertrags im März 2007 über die Bestimmungen des neuen Branchentarifvertrags verhandelt. Die Verhandlungen waren intensiv gewesen, und eine Einigung wurde erst durch Vermittlung durch den öffentlichen Schlichter (Riiklik Lepitaja) getroffen, kurz bevor die sektoralen Gewerkschaften einen umfassenden Streik anwollten. Das Bujagali Hydropower Project am Victoria Nil in Uganda wurde von der International Finance Corporation mit Leistungsanforderungen finanziert, die die Achtung der Vereinigungsfreiheit und der Tarifrechte betonten. Kaiser Permanente ist einer der größten privaten Us-Gesundheitsdienstleister mit über 180.000 Mitarbeitern. 1997 einigten sich das Unternehmen und die Coalition of Kaiser Permanente Unions (CKPU, die damals 57.000 Arbeitnehmer vertrat) auf eine nationale Partnerschaft für Arbeits- und Arbeitsverwaltung (LMP). Diese Vereinbarung würde als Richtschnur für Verhandlungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Arbeitnehmerbeteiligung sowie zur Verbesserung der Effizienz und Qualität der Dienstleistungen dienen. Das Abkommen hat seitdem die Arbeitsbeziehungen innerhalb von Kaiser Permanente verändert. Im Jahr 2012 verhandelten Kaiser Permanente und die CKPU erfolgreich den damals größten Privaten Tarifvertrag in den USA aus, der Arbeitnehmer in 28 Gewerkschaften in Hunderten von Gesundheitseinrichtungen in neun Bundesstaaten abdeckte.

Das Abkommen stärkt das Engagement für Partnerschaft, erhöht die Löhne, schützt und verbessert die Leistungen und sieht Maßnahmen zur Kostenkontrolle vor. Eine tragende Säule des Tarifvertrags ist die gemeinsame Personalentwicklung, zu der auch die Ausbildung gehört. Das Abkommen zielt darauf ab, allen Interessenträgern zu nutzen, indem die Bedingungen für die Arbeitnehmer verbessert und gleichzeitig die Leistung verbessert wird. Jahrelang waren die Terminals mit einer Kombination aus Vollzeitbeschäftigten mit unbefristeten Verträgen und Gelegenheitsarbeitern besetzt, die über Arbeitsvermittler eingestellt wurden. Trotz identischer Arbeit verdienten Gelegenheitsarbeiter weniger, hatten weniger Leistungen und keine Arbeitsplatzsicherheit als Festangestellte. Der Transnet-Verhandlungsrat hat einen Tarifvertrag über befristete Arbeitnehmer geschlossen, der sich verpflichtet, bis Ende März 2016 300 Beschäftigte in TPT und 1.472 in Transnet Freight Rail auf unbefristete Arbeitsverträge zu veranlassen. Die Vereinbarung sieht vor, dass Transnet befristete Arbeitnehmer direkt zu Bedingungen (einschließlich Vergütung, Boni, Urlaub und einer Vielzahl anderer Zulagen und Leistungen) beschäftigt, die im Tarifvertrag festgelegt sind. Infolgedessen werden diese Arbeitnehmer nicht mehr über Arbeitsvermittler beschäftigt.

Im Rahmen des sozialen Dialogs konnten die Parteien das Problem des Einsatzes von Arbeitsvermittlern angehen. Der Tarifvertrag betrifft rund 900.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg. Ende 2007 wurde im Straßenverkehr nach intensiven Verhandlungen und kurz bevor die Branchengewerkschaften Streikaktionen ankündigen wollten, ein neuer Branchentarifvertrag geschlossen.

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